Viel Wirbel durch Falschmeldung zur Aujeszky-Krankheit!

agrartotal (isn/Damme) - Für reichlich Unruhe haben Meldungen der letzten Tage zur Aujeszkyschen Krankheit (AK) gesorgt. Da bei den Wildschweinen lediglich ein Antikörperbefund aufgefallen ist, der Erreger aber nicht nachgewiesen wurde, besteht kein Grund zur Beunruhigung, es sollten aber trotzdem – wie auch bei der Afrikanischen Schweinepest und anderen Seuchen – unbedingt die bekannten Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. 

Lohne in der Grafschaft Bentheim – nicht Vechta

Auch die Information, dass Wildschweine im Landkreis Vechta von der Aujeszkyschen Krankheit (AK) betroffen seien, hat das Kreisveterinäramt Vechta gegenüber der ISN als Falschmeldung bestätigt. Bei der Meldung war es zu einer Verwechselung gekommen, es handelt sich um die seit mehreren Wochen bekannten Befunde aus Lohne in der Grafschaft Bentheim. Auf Nachfrage bei dem Veterinäramt der Grafschaft Bentheim wurde gegenüber der ISN bestätigt, dass zwar Antikörper gefunden wurden, der Erreger aber nicht bei den Tieren nachgewiesen werden konnte.

Kein Grund zur Beunruhigung – trotzdem vorsichtig bleiben!

Wie auch bei der Afrikanischen Schweinepest und anderen Seuchenerregern gilt auch für die AK: Unbedingt die bekannten Vorsichtsmaßnahmen einhalten! Die AK ist für den Menschen ungefährlich, für die meisten Säugetiere (insbesondere auch Hunde und Katzen) endet sie jedoch tödlich. Aufgrund der schnellen Übertragung der Krankheit (die Zeit von der Infektion bis zum Krankheitsausbruch beträgt 1 bis 3 Tage) ist sie als meldepflichtig eingestuft. Die Krankheit kann bei einem Erregerbefall in einem Schweinebetrieb schwere wirtschaftliche Schäden verursachen, darunter bis zu 90 % Verluste bei Saugferkeln, Wachstumsstillstand bei Absetzern, fieberhafte Erkrankungen in der Mast und Aborte bei tragenden Sauen.

 

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