Swienfrünnen bei Hoftalenten „Es läuft, …!“

agrartotal (db/Hannover/Vechta) - Mit einer Hofladenbesichtigung und dem Grillen regionaler Schweinefleischspezialitäten endete am späten Donnerstagabend vor Pfingsten eine eintägige Fachexkursion der „Swienfrünnen“ bei den „Hoftalenten“ in Hannovers Zooviertel. 

Uta Kuhlmann-Warning aus Damme, Landkreis Vechta, und die drei Landwirte Christoph Geil, Heinrich Kruse und Ingwer Feddersen gründeten zusammen ein Unternehmen zur Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte, die „Hoftalente- Wissen wo´s herkommt“. 

Christoph hält in Burhave eine Herde mit 80 Angusrindern und liefert das Rindfleisch für den Hofladen. Heinrich, gebürtiger Dammer, ist mit seinem Ferkelhof bei Quedlinburg für Schweinefleisch- und Wurstspezialitäten zuständig. Und von Ingwers Kühen in Wanderup kommen verschiedene Käsesorten. Uta, studierte Marketingexpertin, ist als geschäftsführende Gesellschafterin die Chefin im Hofladen, bei der alle Fäden zusammenlaufen.

Uta, Heinrich und Christoph erläuterten ihr Konzept und stellten den „Schweinefreunden“ ihre Betriebe vor. Nach elf Monaten Geschäftstätigkeit freuen sich die Gründer, dass sich ihr Plan tatsächlich erfolgreich in die Praxis umsetzten lies. „Es läuft und macht wirklich Spaß“, stellt Uta Kuhlmann-Warning fest.  

Am Morgen begann die Fachexkursion mit einer Besichtigung eines Forschungszentrums für Schweineimpfstoffe, dem Boehringer Ingelheim Veterinary Research Center in Hannover. Dr. Sonja Klocke erläuterte die Forschungsaktivitäten und führte die Gruppe durchs Forschungszentrum.

Herbert Heger von der Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH referierte zu „Organbefunden am Schlachthof und Indikatoren“, den daraus zu ziehenden Schlüssen sowie zum Leitfaden zur Bewertung der Transport- und Schlachtfähigkeit von Schweinen. Seine fachlich anspruchsvollen Vorträge wurden intensiv diskutiert.

Am Nachmittag wollte Dr. Josef Efken vom Institut für Marktanalyse, Johann-Heinrich von Thünen-Institut aus Braunschweig von den Praktikern wissen, ob die Tierhaltung die Digitalisierung „verschlafe“. Der Marktexperte stellte die Chancen und Risiken dar, die die Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) für die deutsche Schweinehaltung bieten könnte. Ihm zur Seite stand Helmut Vossmann aus Nikolausdorf bei Garrel, Gründer der IDS Agrar, der in der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln den Austausch bereits vorhandener Daten erleichtern und die Datensouveränität des Landwirtes sichern möchte. Beide Vorträge bzw. die „Für und Wider“ wurden lebhaft erörtert.

Die „Swienfrünnen“ sind ein lockerer, überregionaler Zusammenschluss von Landwirten, die sich regelmäßig in unterschiedlicher Zusammensetzung treffen, um Fragen „rund um die Schweinehaltung“ zu diskutieren. Die Freunde kommen von Norddeich über die Veredlungsregionen Niedersachsens bis hin zum Leine- und Weserbergland sowie vom Westmünsterland bis nach Ostwestfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen.

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