Klima: Zecken sind Gewinner, Eisbären Verlierer

Vor allem eher ungeliebte Tiere freuen sich über die steigenden Temperaturen und erweitern ihr Verbreitungsgebiet, was auch die Schweiz betrifft. Das schreibt der WWF Schweiz in seiner Liste der Gewinner und Verlierer des Klimas 2015.

Zu den Gewinnern gehören laut WWF unter anderem:

  • Zecken: Die Zecken stossen auch in höhere Lagen vor. Während der Gemeine Holzbock früher nur bis auf 700 Meter über Meer aktiv war, dringt er mittlerweile bis auf 1'100 Meter vor. Vermehrt werden die Zecken auch im Winter auf Wirtssuche gehen. Der WWF rechnet mit einem Anstieg der von Zecken übertragenen Krankheiten.
  • Fliegen: Kalte Winter helfen, Fruchtfliegen einzudämmen. Wenn diese ausbleiben, können sich auch neue Fruchtfliegen hier besser ausbreiten. So etwa die Kirschessigfliege.
  • Mücken: Die Asiatische Tigermücke, Überträgerin des Dengue-Fiebers, ist seit 2003 wieder im Tessin anzutreffen und könnte sich weiter verbreiten. 
  • Quallen: Je wärmer die oberen Meeresschichten, desto mehr Quallen gebe es in Zukunft, so der WWF. Sie beeinträchtigen insbesondere Badende in den Meeren, wo sie Verbrennungen verursachen können. Zudem können sie auch die Vielfalt unter Fischen beeinträchtigen.

Zu den Verlierern gehören: 

  • Eisbären: Mit dem Rückgang von Eisflächen verschwindet auch der Lebensraum von Eisbären. Gemäss WWF könnten bis 2050 die Bestände um zwei Drittel einbrechen. 
  •  Alpenrosen: Laut Untersuchungen der Universität Lausanne wird die Alpenrose 2085 aus den Schweizer Westalpen verschwunden sein, weil es ihr zu warm wird. 
  • Fichten: Die steigende Trockenheit macht die Fichten anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Die Forschungsanstalt WSL geht davon aus, dass sie aus dem Mittelland verschwinden wird und sich in höheren Lagen ausbreitet – auf Kosten der Buchen.

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