Höfken in Prüm

Prüm (agrartotal/pm/min) - „Die bäuerlichen Betriebe sind der Garant für die Produktion guter Lebensmittel und den Erhalt der schönen Landschaft in der Eifel“, sagte Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken bei der Jahreshauptversammlung des Kreisbauernverbands Bitburg-Prüm am Freitagabend im Prüm. Die Ministerin machte deutlich, dass die Landesregierung der von Tierhaltung geprägten Landwirtschaft in der Region eine Zukunftsperspektive ermögliche: „Mit rund 40 Millionen Euro im Jahr fließen rund zehn Prozent der öffentlichen Agrarmittel in den Landkreis Bitburg-Prüm“, stellte Höfken fest. Im Schnitt habe jeder landwirtschaftliche Betrieb im vergangenen Jahr allein über die Direktzahlungen aus Brüssel 13.500 Euro erhalten. „Damit haben unsere Bauern trotz  der momentan schwierigen Lage auf den Agrarmärkten verlässliche Rahmenbedingungen“, so Höfken. Eine flächendeckende, nachhaltige und rentable bäuerliche Landwirtschaft sowie attraktive ländliche Räume seien elementare Ziele der Landesregierung. Dem scheidenden Präsidenten des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau, Ökonomierat Leo Blum, dankte die Ministerin für sein großes Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

„Bei den Verhandlungen um die Neuverteilung der europäischen Agrarmittel in Deutschland haben wir erreicht, dass unsere mittelständischen, bäuerlichen Betriebe höhere Prämien erhalten“, stellte Höfken heraus: „Auf Initiative von Rheinland-Pfalz bekommen kleine und mittlere Betriebe für die ersten 46 Hektare nun einen deutlichen Zuschlag.“ Neben den Direktzahlungen aus Brüssel profitierten die landwirtschaftlichen Betriebe in Rheinland-Pfalz von diesem Jahr an vom neuen „EULLE“-Programm zur ländlichen Entwicklung. „Hier führen wir die bewährten investiven Maßnahmen der einzelbetrieblichen Förderung und der ländlichen Bodenordnung auf hohem Niveau fort und haben die Fördersätze für Maßnahmen zum Umwelt-, Klima- und Tierschutz erhöht“, so Höfken. Indes kritisierte die Ministerin, dass  die EU-Kommission und auch der   Bund die Landwirte bei der Umsetzung der europäischen Agrarreform  lange im Unklaren gelassen hätten: „Bis heute sind nicht alle Fragen geklärt, so dass einzelbetriebliche Entscheidungen nur mit erheblicher Verzögerung und Unsicherheit getroffen werden können.“

Ministerin Höfken verwies zudem auf das im vergangenen Jahr gestartete Verbundprojekt Westeifel: „Hier steuert die Landesregierung rund 25 Millionen Euro für eine zukunftsfähige Infrastruktur, stabile Wasser- und Energiepreise und mehr Lebensqualität im ländlichen Raum bei.“ Das Projekt habe Signalwirkung über die Landesgrenzen hinaus. „Vor dem Hintergrund der enttäuschenden EEG-Novellierung durch die Bundesregierung schaffen wir damit auch Perspektiven für die in der Westeifel bereits getätigten Investitionen in nachhaltige und umweltgerechte Wind- und Biogasanlagen“, erklärte Höfken.

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