Müller Tiergesundheitsbonus Schwein

agrartotal (Müller/Birkenfeld) - „Mit dem Tiergesundheitsbonus wollen wir süddeutsche Schweinemäster mit guter Tiergesundheit belohnen und gleichzeitig Bewusstsein schaffen für die amtlichen Befunde der Schlachttier- und Fleischbeschau als Managementhilfe zur Verbesserung der Tiergesundheit im Mastbetrieb!“, so Stefan Müller, Gesellschafter der Müller Gruppe. 

Voraussetzung für die Auszahlung des „Müllers Tiergesundheitsbonus Schwein“ für vertraglich gebundene Mäster ist, dass mindestens 90 % der Tiere eine Lieferpartie keine der im Programm definierten relevanten Befunde aufweist. Diese sind Lungenveränderung > 30 %, Herzbeutel- veränderung, Gelenksentzündung, Abmagerung, generalisierte Tumore und Abszesse sowie pathophysiologische Veränderung. Gleichzeitig darf in der Anlieferungspartie kein relevanter Befund bei der Lebendtierbeschau vorliegen.

Eine auf die Lieferpartie bezogene Auswertung zu den relevanten Befunden des Müller Tiergesund- heitsbonus Schwein werden jedem Programmmäster über die Qualifood Datenbank zur Verfügung ge- stellt.

Der „Müller Tiergesundheitsbonus Schwein“ ist darüber hinaus ein wesentlicher Baustein zur Weiter- entwicklung des Rohstoffkonzeptes „Süddeutsches Schweinefleisch“ der Müller Gruppe.

Grundlage des Programmes ist über die süddeutsche Mast hinaus die gesicherte Ferkelherkunft aus Baden-Württemberg und Bayern. Die Mastbetriebe müssen den QS-Standard, bei Salmonellen den Sta- tus 1 und 2 erfüllen. Die Fleischqualität wird mit dem Hennessy-Gerät am Schlachtband über den Refle- xionswert wie in den Programmen GQ und QZBW erfasst und muss < 70 liegen. Ein regelmäßiges Qualitätsmonitoring des Endproduktes Schweinefleisch bis zur SB-Schale hinsichtlich Tropfsaftverlust, Farbe, pH und Leitfähigkeit soll darüber hinaus eine gesicherte gute Produktqualität in der Ladentheke garantieren.

Zur Absicherung einer kontinuierlichen Belieferung und der Programminhalte werden von den Schlachtbetrieben der Müller Gruppe über die Lieferanten (Viehhandel, Erzeugergemeinschaften und Viehverwertungsgenossenschaften) mit den zwischenzeitlich fast 1.500 teilnehmenden Mästern feste Liefer- und Abnahmevereinbarungen zur Einhaltung der Kriterien geschlossen. Dabei werden auch die Ferkelherkünfte pro Partie erfasst und mit Unterstützung der Qualifood Datenbank verwaltet. 

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