EU-Schlachtschweinepreise stabil bis fester

BONN/BRÜSSEL. Am Schlachtschweinemarkt der Europäischen Union sind Mitte September keine Schwächen zu erkennen. Das Lebendangebot fällt zwar wieder etwas größer als im Hochsommer aus, doch lassen sich die teilweise nur knapp verfügbaren Schweinepartien problemlos vermarkten. Dabei hilft, dass die Fleischnachfrage am Binnenmarkt zuletzt reger ausfiel. In Deutschland ist nach neun Wochen unveränderter Schlachtschweinepreise wieder etwas Bewegung in den Markt gekommen. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) setzte ihre Leitnotierung am vergangenen Mittwoch (7.9.) um 1 Cent auf 1,67 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) nach oben. Die Preisspanne reichte dabei von 1,66 Euro/kg bis 1,69 Euro/kg. Die nach wie vor rege Nachfrage sowie ein gerade bedarfsdeckendes Schachtschweineangebot bedingten fest tendierende Preise, erläuterte die VEZG. In Frankreich konnte die Notierung am Marché du Porc Breton im Vorwochenvergleich mit 1,6 Cent/kg SG noch etwas stärker zulegen, wobei sich die zahlreichen Promotionen für Schweinefleisch im Einzelhandel positiv auswirkten. Die belgische Danisgruppe erhöhte ihren Abrechnungspreis für Schlachtschweine zuletzt um 1 Cent/kg Lebendgewicht LG; in Italien stieg die Notierung trotz heftigem Widerstand der Schlachtbetriebe um 0,8 Cent/kg LG. Weiterhin unverändert bekommen dagegen die österreichischen Mäster ihre Tiere mit 1,62 Euro/kg SG bezahlt, und auch der dänische Schlachtkonzern Danish Crown änderte seine Ankaufspreise für Schlachtschweine nicht. In Spanien wurde der Markt als ausgeglichen beschrieben; die Notierung am Mercollerida blieb am vergangenen Donnerstag mit 1,32 Euro/kg SG stabil. Insgesamt wenig verändert zeigten sich die Schlachtschweinepreise in der Woche zum 4. September auch in der gesamten EU. Nach Kommissionsangaben wurden für Tiere der Handelsklasse E im Schnitt 163,29 Euro/100 kg gezahlt; das waren 0,18 Euro oder 0,1 % mehr als in der Vorwoche. Überdurchschnittliche Notierungszuschläge zwischen 1,5 % und 3,0 % gab es dabei in Italien, Lettland, dem Vereinigten Königreich und Irland. Während die Preise in Deutschland, Österreich und den Niederlanden stabil blieben, mussten die polnischen Mäster einen Abschlag von 0,9 % verkraften. AgE

EU-Marktpreise für Schlachtschweine

 (Woche vom 29. August bis 4. September 2016; in Euro/100 kg SG in der Handelsklasse E)

 

Vorjahres-
woche

Vorwoche

Berichts-
woche

 

Vorjahres-woche

Vorwoche

Berichts-
woche

Belgien

123,20

147,00

 

147,00

 

Luxemburg

141,60

168,30

 

168,70

 

Bulgarien

171,79

182,53

1)

182,77

 

Ungarn

146,79

173,19

 

173,05

 

Tschechien

144,26

160,53

 

160,86

 

Malta

237,00

218,00

1)

218,00

1)

Dänemark

127,17

147,39

 

147,39

1)

Niederlande

125,02

147,70

 

147,69

 

Deutschland

145,80

169,65

 

169,83

 

Österreich

150,65

168,59

 

168,85

 

Estland

141,93

153,04

 

152,65

 

Polen

141,83

162,44

 

161,03

 

Irland

143,37

153,80

 

158,35

 

Portugal

164,00

179,00

 

179,00

 

Griechenland

173,64

185,34

 

184,97

 

Rumänien

147,53

171,80

 

172,44

 

Spanien

150,71

163,03

 

163,88

 

Slowenien

159,61

169,81

 

170,16

 

Frankreich

149,00

158,00

 

158,00

 

Slowakei

148,15

171,14

 

170,08

 

Kroatien

149,01

165,58

 

165,72

 

Finnland

147,61

146,80

 

146,35

 

Italien2)

183,03

204,67

 

207,76

 

Schweden

178,67

182,29

 

183,00

 

Zypern

166,53

192,05

 

192,05

 

Großbritannien

177,40

156,74

 

159,87

 

Lettland

153,31

172,12

 

175,13

 

 

 

 

 

 

 

Litauen

141,58

158,92

 

160,04

 

Europäische Union

144,32

163,11

 

163,29

 

1) keine Preismeldung in der Berichtswoche; 2) italienische Preise für Handelsklasse R

 

 

 

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